Corona und Einzelunterricht

Corona-Pandemie: Neue Verorndung und Regeln im Dezember -
info von Pferdesportverband Westfalen e.V.

Am 30.11 hat das Land Nordrhein-Westfalen eine neue Coronaschutzverordnung veröffentlicht. 

Sie gilt vom 1. bis zum 20. Dezember 2020 und enthält die weiteren Maßnahmen zur Kontaktreduzierung, die Bund und Länder am 25. November 2020 vereinbart haben.

Bereits in den letzten Tagen hat sich abgezeichnet, dass momentan nicht mit Lockerungen zu rechnen ist. Das hat sich leider bestätigt. Der Amateursport unterliegt weiterhin den bekannten Beschränkungen.

Keine Veränderungen zum Thema Einzelunterricht

Wir hatten Sie bereits im Newsletter vom 14.11.2020 informieren müssen, dass wir vom NRW-Gesundheitsministerium über die Unzulässigkeit des Einzelunterrichts in Kenntnis gesetzt worden sind. Diese Auslegung der Coronaschutzverordnung hat ebenfalls den Landessportbund erreicht.

Eine ausführliche Erläuterung dazu hat das MAGS außerdem an den Städtetag und Landkreistag, den Städte- und Gemeindebund sowie an die Bezirksregierungen gesendet. In dem Schreiben heißt es:
„Auch die gezielte Vermittlung von Fertigkeiten/Fähigkeiten z.B. im Reit-, Tennis- oder Golfsport sind als gemäß § 7 Abs. 1 Satz 2 der CoronaSchVO unzulässige Bildungsangebote anzusehen, selbst wenn sie bezogen auf die Personenzahl die Voraussetzungen des § 9 Abs. 1 Satz 2 CoronaSchVO erfüllen sollten.“

Das MAGS kommuniziert die Unzulässigkeit des Einzeltrainings beim Individualsport auch auf seiner Internetseite wie folgt:

„Erlaubt ist Individualsport, der im Regelfall alleine oder zu zweit mit Mindestabstand ausgeübt werden kann (zum Beispiel Joggen, Walken, Leichtathletik, Tennis, Golf). Nicht zulässig sind die gezielte Vermittlung von Fähigkeiten oder Fertigkeiten durch Trainerinnen und Trainer in diesen Sportarten.“

Es bleibt also leider in NRW bei der bestehenden Unzulässigkeit des Reitunterrichts.

Kontaktvermeidung steht an erster Stelle

Das Verbot des Einzelunterrichts ist nicht leicht zu akzeptieren.

Vereine und Betriebe wissen, dass Hygiene- und Infektionsschutzregeln im Pferdesport sehr gut umgesetzt werden können. Bereits im Frühjahr, als alle anderen Sportstätten geschlossen waren, haben Pferdesportler das überall in Nordrhein-Westfalen eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Handhygiene und Desinfektion, Anwesenheitsdokumentation, Abstand und Alltagsmaske sind auf jeder Reitanlage völlig selbstverständlich und es erscheint wenig nachvollziehbar, warum der Einzelunterricht im Freien ein Infektionstreiber sein soll.

Allerdings erfolgen die Beschränkungen im Amateursport derzeit auch nicht auf der Grundlage von spezifisch ermittelten Infektionsrisiken, vielmehr geht es generell um die Kontaktbeschränkungen im Freizeitbereich.

In einer Mitteilung des Oberverwaltungsgerichts Nordrhein-Westfalens, das heute das Verbot der Nutzung von Tennishallen bestätigt hat, ist dazu folgende Aussage zu lesen:

„Das vom Verordnungsgeber verfolgte Schutzkonzept ziele auch nicht (vorrangig) auf die Schließung von infektionsschutzrechtlich konkret gefährlichen Betrieben, sondern auf die Reduzierung nicht zwingend erforderlicher persönlicher (Freizeit-)Kontakte unter Aufrechterhaltung besonders wichtiger gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Bereiche.“

Zwar macht diese Information die Situation zum Reitunterricht nicht besser, aber vielleicht kann sie verdeutlichen, warum alle guten Argumente zum Infektionsschutz im Pferdesport im Moment wenig Wirkung entfalten.

Wie sind die Perspektiven?

Sinken die Kontaktzahlen und kommt es zu Lockerungen, wird der Sport davon unmittelbar berührt sein, so hat es NRW-Ministerpräsident Armin Laschet im NRW-Landtag versprochen. Dort sagte er wörtlich: 

„Bei sinkenden Infektionszahlen werden wir die Einschränkungen auch zurücknehmen. Und ich sage auch, wo wir beginnen. Beim Jugendsport und bei der Kultur muten wir den Menschen viel zu und wenn irgendeine Chance ist, etwas zu verändern, werden wir bei der Jugend und bei der Kultur beginnen.“

Im Hinblick auf die außerordentlich hohe Bedeutung des Reitens und Voltigierens für Kinder und Jugendliche ist das ein gutes Signal, das wir aufnehmen und noch stärker in unserer Argumentation einbinden werden.

Selbstverständlich werden wir uns weiterhin für entsprechende Lockerungen und für die Zulässigkeit des Reitunterrichts einsetzen und dabei erneut die Wichtigkeit der fachlichen Anleitung untermauern.

Für den Moment besteht jedoch nur die Möglichkeit der Beaufsichtigung beim Bewegen der Pferde aus Tierschutzgründen.

Die Verlinkungen auf unserer Internetseite passen wir an die Dezember-Regelung an und melden uns umgehend, wenn es zu Veränderungen der Situation kommt.

Quelle:  Pferdesportverband Westfalen

Kontakt

Glendy Heutmekers
* Ein Angstfreies Pferdeleben*
Pütt 55
52525 Heinsberg

info@glendyheutmekers.de

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